Nachhaltiger Anbau 

Kokosblütenzucker ist der nachhaltigste Süßstoff der Welt

Kokosblütenzucker ist der nachhaltigste Süßstoff der Welt

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zeichnete den Kokosblütenzucker aufgrund seiner besonders nachhaltigen Gewinnung und Verarbeitung aus. Kokosblütenzucker ist der nachhaltigste Süßstoff der Welt und ist somit einzigartig unter allen anderen Zuckern!

Kokospalmen erzeugen 50-75% mehr Zucker pro Hektar als Zuckerrohr und beansprucht gleichzeitig 20% weniger Nährstoffe und Wasser im Boden.

Die landwirtschaftlichen Ökosysteme, in denen die Palmen wachsen und angebaut werden, sind sehr verschieden und fördern die dort lebenden Wildtiere. Zudem stellt das Anbauen von Kokosnusspalmen geschädigten Boden wieder her – trotz der teilweise sehr trockenen Umgebung.

Kokospalmen sind sehr widerstandsfähig gegen Waldbrände und wachsen auf fast jeder Bodenart. Sie erhöhen die Bodenfruchtbarkeit und fördern die Fähigkeit zur Wasserspeicherung im Boden.

Ein Vorteil bei der Kultivierung von Kokospalmen ist die große ökologische Verträglichkeit der Palmen sowie deren Fähigkeit Wachstum und Stabilität für unproduktive, erosionsgefährdete Standorte zu schaffen.

Hohe Produktivität

Die Gewinnung von Kokosblütennektar zur Zuckerproduktion ist eine jahrhundertealte Tradition. Sie schadet weder dem Baum noch dessen Fähigkeit Kokosnüsse zu produzieren. Eine Untersuchung eines philippinischen Forschungsinstituts hat ergeben, dass die Herstellung von Kokosblütensaft bzw. Kokosblütenzucker und Kokosnüssen vom selben Baum möglich ist.

In der ersten Hälfte der Blüte der Kokospalme kann Saft für die Produktion von Zucker entnommen werden. In der zweiten Hälfte lässt man Kokosnüsse 12 Monate wachsen, damit sie anschließend geerntet werden können. Diese Methode weist eine 5-7-fach höhere Produktivität als herkömmliche Methoden auf, bei der eine Trennung zwischen Kokosnussernte und Safternte erfolgt.

Das Anzapfen des Baumes, um den Nektar während der Kokosblüte zu gewinnen, kann auch stimulierend für die Obstproduktion sein: Eine junge Kokospalme, die zwischen 6-12 Monaten angezapft wurde, produziert anschließend mehr Kokosnüsse.

Quellen

  1. Pethiyagoda, U. 1978. Coconut inflorescence sap. Perak Planters‘ Association Journal. Malaysia. pp. 86-91.
  2. Magalon, M. 1930. Contribution l‘ tude des palmiers de l’Indochine fran aise. Paris, pp.185-191.
  3. M.F. 1925. Quelques Palmiers exploit s pour la production de Sucre. Revue de Botanique Appliqu e & d’Agriculture Coloniale. 45: 382-387.
  4. Mogea, J., Seibert, B. and Smits W. 1991. Multipurpose palms: the sugar palm. Agroforestry Systems 13: 111-129.